Soziale Landwirtschaft schafft Win-win-Situationen

Soziale Landwirtschaft schafft Win-win-Situationen

Wer im Leben den Boden unter den Füßen verloren hat, erlangt ihn manchmal durch eine bodenständige Erfahrung zurück. Und was ist bodenständiger, als das Leben auf einem Bauernhof? Auf Grundlage dieser Überlegung unterstützt die xit GmbH 10 landwirtschaftliche Betriebe im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts beim Aufbau von Angeboten sozialer Landwirtschaft. Was dabei entsteht, ist eine Win-win-Situation: Sowohl für die Personen mit Hilfebedarf, als auch für die landwirtschaftlichen Betriebe selbst.

Der Großteil der knapp 100.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern ist auf ein zweites Standbein angewiesen. Wo die Erlöse aus Ackerbau und Viehzucht alleine nicht mehr ausreichen, gehören Tourismusangebote auf dem Hof, Beschäftigungen in der Produktion oder Dienstleistungen für Dritte für viele Familienbetriebe in Bayern bereits heute um Alltag.

An dieses Problem knüpft das Projekt „Soziale Landwirtschaft als Instrument der Diversifizierung landwirtschaftlicher Betriebe in Bayern“ im Rahmen des EU-Förderprogramms EIP Agri an. 10 landwirtschaftliche Betriebe haben sich hierzu als operative Gruppe „Innovationspartnerschaft Soziale Landwirtschaft Bayern“ zusammengeschlossen und wollen gemeinsam mit der xit GmbH soziale Angebote auf ihren Höfen etablieren.

So sollen wirtschaftlich tragfähige Angebote in den Bereichen Wohnen, Versorgung, Betreuung oder Beschäftigung konzeptionell entwickelt und umgesetzt werden. Die Zielgruppen sind dabei je nach Hof unterschiedlich: Menschen mit Behinderung, Suchtkranke oder psychisch Kranke können zum anvisierten Personenkreis zählen. Grundsätzlich können die Höfe diese Angebote dann entweder alleine, oder in Kooperation mit einem sozialen Träger anbieten.

Das Konzept ist nicht völlig neu: Bereits 2015 hat die xit GmbH dem bayerischen Landwirtschaftsministerium eine erste Bestandsaufnahme für bereits exisiterende Projekte der Sozialen Landwirtschaft vorgelegt. Hier hat sich gezeigt, dass insbesondere die wirtschaftliche Tragfähigkeit für viele Höfe ein Problem darstellt. 

Aus diesem Grund berät die xit die aktuellen Projektteilnehmer nicht nur in der konkreten Frage, welche Angebote zu welchem Betrieb passen und wie diese dann aufgebaut sein müssten: Die Ergebnisse des Prozesses sollen auch in einem Praxishandbuch „Geschäftsmodelle Soziale Landwirtschaft“ zusammengefasst und zur Verfügung gestellt werden. Landwirte die sich für den Aufbau von Angeboten der Sozialen Landwirtschaft auf ihren Höfen interessieren erhalten so praxisnahe betriebswirtschaftliche Informationsmaterialien, Daten und Kennzahlen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Frau Lisa Distler.


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