Vom Krisenmodus zur Performanz (Management in Krisenzeiten - Teil 1)

Vom Krisenmodus zur Performanz (Management in Krisenzeiten - Teil 1)

Wie geht man mit der Corona-Krise um? Auch Krisen verlaufen in bestimmten Mustern. In unserer Artikelserie "Management in Krisenzeiten" erfahren Sie mehr. 

 

 3 Phasen der Krise 

Idealtypisch durchlaufen Unternehmen in Krisenzeiten drei Phasen:  

1. Akuter Krisenmodus 

Hier geht es um die Sicherung des Überlebens durch rasche Check-ups, die Ihre Handlungsfähigkeit erhalten:  

  • Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Gesundheit von Klienten und Mitarbeitern (z.B. Hygiene-Maßnahmen, Isolation/Schließung von Bereichen, Home-Office, Kohorten-Pflege etc.) 

  • Maßnahmen zur Sicherung oder zum Herunterfahren des operativen Geschäfts (Notfallpläne, modifizierte Personaleinsatzpläne, ggf. zusätzliche/alternative Personalressourcen aufbauen, Standby-Modus von Lieferketten, Verträgen etc.) 

  • Maßnahmen zur Sicherung der administrativen Kernfunktionen (technische Kommunikationsfähigkeit im Unternehmen/IT, Geschäftsführung, Rechnungswesen, Buchhaltung, Lohn/Gehalt, krisenrelevantes Facility Management etc.)  

  • Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität, z.B. Szenario-Analysen der finanziellen Effekte von Auslastungs- und Nachfrageausfällen, Kostenkontrolle und Ermittlung (insbesondere auch staatlicher) externer Finanzierungspotenziale 

  • gezielte und präzise Krisenkommunikation mit Auftraggebern, Stakeholdern, Angehörigen, Mitarbeitern 

 

2. Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit

Bereits in der Krise gilt es die Weichen dafür zu stellen, dass die Organisation sich wieder rasch erholen und ihre (bisherige/neue) Leistungsfähigkeit herstellen kann: 

  • Bei Organisationen, wie z.B. Kindertagesstätten, WfbM, Organisationen der beruflichen Bildung und Qualifikation, Nutzung des Shutdown für Entwicklungsprojekte und Qualitätsverbesserungen  

  • Initiativen zum Heben von Effizienzreserven, die beim Neustart greifen (Digitalisierung der Kernprozesse und der Kommunikation) 

  • Durchführung von (virtuellen) Fortbildungen und Schulungen  

  • Erstellung von Kommunikations- und Einsatzplänen für die Anlaufphase 

  • Bei Organisationen, wie z.B. Altenpflegheimen, Besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderung, die den Betrieb auch in der Krise aufrechterhalten, sind Pläne zur Normalisierung des Betriebs zu entwickeln (z.B. vorausschauende Urlaubspläne, um Mitarbeitern, die besondere Herausforderungen zu meistern hatten, Ruhe- /Erholungsphasen zu ermöglichen, oder Pläne, um die Auslastung im Anschluss an die Krise wieder auf das übliche SOLL-Niveau hochzufahren). 

  • Identifikation neuer Kunden- und Marktsegmente  

 

3. Performanz 

In der dritten Phase geht es zum einen darum, die Erfahrungen aus der Krise zu analysieren und für eine systematische Optimierung der eigenen Leistungsfähigkeit zu nutzen: Was hat sich in der Krise bewährt, wo ist mehr Schnelligkeit gefragt, welche neuen Risiken wurden erkannt, welche Kooperationspartner, Stakeholder, Vertragspartner/Lieferanten, Mitarbeiter haben sich in der Krise bewährt, welche neuen Chancen haben sich ggf. ergeben? Zum anderen muss in dieser Phase auch die Profitabilität durch verbesserte Prozesse wiederhergestellt werden.  

 

Hier können Sie den nächsten Teil unserer Serie "Management in Krisenzeiten" lesen. 

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte an Stefan Löwenhaupt

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